Eine Waldgruppe für Kinder von 3-12 Jahre

Die Waldwichtel treffen sich bei Wind und Wetter im Wald. Die Ausnahme ist Gewitter. Der Wald ist nicht nur Raum für die Spielgruppen, sondern zugleich Spielplatz und Spielzeug, Grundlage für das tägliche Entdecken, Beobachten, Erleben, Erzählen und Lernen.

Warum finde ich eine Waldgruppe wichtig für das Kind?

Im Wald können die Kinder Natur unmittelbar erleben und begreifen. Der Wald ändert täglich sein Gesicht. So erleben die Kinder den Lauf der Jahreszeiten und lernen den natürlichen Rhythmus des Waldes kennen. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken: Vögel und Käfer, Blätter und Äste, Steine und Wasser, Geräusche und Stille, Blumen und Beeren. Die Kinder erleben, ertasten, erfahren und erfühlen die Natur. Gemeinsam mit den anderen Kindern bestimmen die Kinder Pflanzen, beobachten kleine und große Tiere und lernen deren Verhalten kennen, fühlen Rinde, hören den Specht und vieles andere mehr.

Im Wald können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Sie können sich frei, ohne räumliche Begrenzung, bewegen, rennen, laufen, hüpfen, über den Bach balancieren, klettern, auf Baumstämmen reiten oder rutschen. Die Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten fördert die Motorik und das Körpergefühl des Kindes. Sie lernen ihre Kräfte und Fähigkeiten einzuschätzen. Dies stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder.

Der Wald bietet ein reichhaltiges Repertoire an natürlichen, kostenfreien Spielmöglichkeiten. Ohne vorgefertigtes Spielzeug lernen die Kinder zu improvisieren. Die eigene Phantasie lenkt das Spiel. Die Kinder werden in ihrer Kreativität bestärkt. Der Wald mit seinem ständig wechselndem Gesicht regt zum genauen Hinschauen an und fördert die Beobachtungsgabe.

Somit wird der Reizüberflutung, der unsere Kinder ausgesetzt sind, entgegengewirkt. Zwerge, Hase, Igel und andere märchenhafte Gestalten können die Kinder aus der Phantasie erschaffen, eine Wohnung für die Kaulquappen bauen, Hütten aus Ästen und Zweigen erstellen.

Der Wald bietet praktisch unbegrenzten Raum. Aber der Wald bietet auch Rückzugsmöglichkeiten in ausreichendem Maße. Unbeengt von Wänden, geschlossenen Türen oder Mauern können die Kinder herumtoben. So können die Kinder ihre Aggressionen in Bewegung umsetzen. Im riesigen Raum des Waldes verlieren sich Geschrei und laute Rufe. Es entsteht kein Krach. Die Stille und die Waldgeräusche dominieren. Die Waldgruppen bewegen sich in einem natürlichen, sich ständig verändernden Raum.

Die Regeln orientieren sich an den Notwendigkeiten, die der tägliche Aufenthalt im Wald erfordert. Deshalb lassen sich Gruppenregeln von den Kindern leicht nachvollziehen. Unsinnige Regeln gibt es im Wald nicht. Regeln dienen dazu, die Gruppe zusammenzuhalten, das Kind vor Verletzungen und Krankheiten zu schützen oder die Natur vor mutwilliger Zerstörung zu bewahren. Rücksichtnahme, Verantwortung und Gruppengefühl werden so gestärkt. Der ständige Aufenthalt im Freien und die Bewegung an der frischen Luft stärken die Abwehrkräfte des Kindes.

Für alle die Mitmachen wollen

Mitzubringen

Kleiner Rucksack mit Trinkflasche, Proviant, Ersatzsocken, evtl. Sonnencreme. Kleidung muss robust, wetterfest und den Jahreszeiten angepasst sein.

Treffpunkt

Futterhaus, Tiergehege Weißhauswald (Karte 49°46’19.3″N 6°37’47.4″E)

Kosten

30€ im Monat (Staffelung für Geschwisterkinder, jeweils 10€ weniger)

Ansprechpartner

Stefan per Email stefan.stifano-esposito@waldpaenz.de oder per Telefon 0179-9045182